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Warum ohne Pflege der Spaß am Massivholztraum vergehen kann

Wie bei einem Sportwagen sollte auf die Details geachtet werden. Einerseits bei dem Herstellungsprozess und andererseits im Alltag.

Einen 800 PS Boliden schickt man auch nicht ohne kurzes Warmlaufen auf die Straße. Vorher der Check von Öltemperatur, Reifendruck und kleine Veränderungen an der Aerodynamik zur optimalen Leistungsentfaltung im Rennen.

Ganz so umfangreich ist die Pflege eines Massivholztisches natürlich nicht, trotzdem sollten Sie sich vor Kauf eines Echtholzunikats die Frage stellen, ob er in Ihrem Zuhause gut aufgehoben ist.

Alternativ können Sie auch einfach einen industriell hergestellten Tisch aus mehreren verleimen Holzbohlen erwerben. Diese Herstellungsvariante dient einzig dem Zweck einer Kostenersparnis und der Haltbarkeit. Leider beeinflusst es die Struktur des Tisches. Er ist nicht mehr vollendet in seiner Schönheit. Die Maserungen finden nicht mehr zueinander und der besondere Glanz verpufft.

Was gilt es also zu beachten, wenn es ein bisschen mehr sein sollte?

Ein gut getrockneter Echtholztisch sollte mit 8-10% Feuchtigkeit im Holz aus der Trockenkammer kommen. Je trockener das Holz, umso geringer ist die Gefahr, dass es sich nachträglich verzieht oder Rissbildungen entstehen.

Jedoch ist das Holz ein Rohstoff, was Feuchtigkeit aus der Umgebung aufsaugt. Es lebt und arbeitet somit weiter. Daher ist es ganz normal, dass ein paar Prozent Feuchtigkeit wieder hinzukommen. Jedoch ist zuviel  auf Dauer Gift für ein hochwertiges Massivholzunikat. Permanente Feuchtigkeitsanteile in der Luft unter 40 Prozent oder über 60 Prozent können den Tisch in Form von Rissbildungen und Wölbungen beeinflussen.

Vor allem in den Wintermonaten ist die Gefahr größer, eine sehr trockene Luft im Raum zu haben. Es wird viel und in einigen Haushalten sogar mit Fußbodenheizung geheizt. Somit strömt dauerhaft warme Luft unter die Holzplatte, was das Möbelstück beeinflussen kann.

Sollten Sie nun kein Typ sein, der auf die ein oder anderen möglichen Rissbildungen steht, empfehlen wir Ihnen auf Ihre Raumfeuchte zu achten. Diese sollte bestenfalls zwischen 45 und 55 Prozent liegen. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei.

  1. Einmal Lüften bitte.

Viele Häuser haben heutzutage schon den Standard einer Frischluftanlage, die selbstregulierend ist. Andernfalls zu empfehlen, 3-4 Mal am Tag ein kurzes Stoßlüften einzuführen.

  1. Eine Schüssel Reis bitte

Reis oder auch Salz binden Feuchtigkeit. Sie saugen sich mit Wasser voll und senken so die Luftfeuchtigkeit im Raum. In regelmäßigen Abständen sollten Sie das jeweilige Lebensmittel austauschen.

  1. Nicht zu warm. Nicht zu kalt.

Eine Raumtemperatur zwischen 20 und 22 Grad ist empfehlenswert. Sie erreichen so im Regelfall auch ein optimales Verhältnis der Luftfeuchtigkeit.